Neue Daten zur testaceen Rhizopodenfauna nicht moorbildender Sphagnete.
Abstract
Die planmäßige Untersuchung der testaceen Rhizopoden der Sphagnen nahm zunächst ihren Ausgangspunkt von den geschlossenen Sphagneten mehr oder minder unberührter alter Hochmoore (vgl. HARNISCH 1925). Dieser Biotop beherbergt eine reiche und mannigfaltige Rhizopodenfauna, die durch das reichliche Vorkommen einiger Arten der Gattungen Amphitrema und Hyalosphenia gekennzeichnet ist. Über verschiedenartige Sphagnete verschiedener Gegenden Europas ausgedehnte Untersuchungen (HARNISCH 1927) zeigten, daß kleineren (und meist auch jüngeren) Mooren die Amphitremen fehlen, hingegen die Hyalosphenien noch als Charaktertiere zukommen; geringere, isolierte Sphagnum-Bestände lassen auch die Hyalosphenien vermissen und zeigen meist eine weit artenärmere Fauna. Dementsprechend habe ich 3 Typen, den Amphitremen-, den Hyalosphenien- und den Waldmoostyp geschieden. Spätere Untersuchungen anderer Autoren haben im Prinzip meine Einteilung gerechtfertigt¹.