Die Moosfauna Columbiens

Heinis F.

1914 · E-Periodica

Download PDF (open access) DOI: 10.5169/seals-100136 Publisher page

Abstract

Im Jahre 1911 sind mir die von Herrn Prof. Dr. O. Fuhrmann auf seiner wissenschaftlichen Reise durch Columbien gesammelten Moose zur Untersuchung auf ihre Fauna anvertraut worden. Das Material bestand aus 35 in verschiedenen Teilen Columbiens, speziell in den Cordilleren gesammelten Moosproben, sowie einem Fläschchen mit Schlamm aus ausgedrücktem Sphagnum. Die Untersuchung des reichhaltigen Materials war bald vollendet, doch verzögerte sich infolge verschiedener Umstände die Zusammenstellung der Resultate. Die Moose waren reich an Rhizopoden und Rotatorien, weniger an Tardigraden. Rotatorien und Tardigraden wachten nach dem Befeuchten mit Wasser zum grössten Teil auf. In einzelnen Moosproben blieben allerdings zahlreiche Rädertiere zusammengezogen und konnten weder durch Schütteln noch durch Druck des Deckglases zum Leben gebracht werden. Ohne diesen unangenehmen und oft lästigen Umstand würde sich die Liste der Rotatorien gewiss um mehrere interessante Arten vergrössert haben. Es wird sich daher bei späteren Reisen empfehlen, von der jeweilig gesammelten Moosprobe nur einen Teil trocken aufzubewahren und den andern in leichtem Sublimatalkohol oder einem andern geeignet erscheinenden Conservierungsmittel zu conservieren. Herrn Prof. Dr. O. Fuhrmann sei hier für die gütige Ueberlassung des faunistisch wie tiergeographisch recht interessanten Materiales bestens gedankt. Herr Dr. E. Penard in Genf hatte auf Veranlassung von Herrn Prof. Fuhrmann die grosse Freundlichkeit, die Moose in summarischer Weise auf Rhizopoden zu durchsuchen und mir seine diesbezüglichen Notizen und Präparate zu eingehenderem Studium und zur Bearbeitung zu überlassen. — Der Liste Penards konnte ich im Laufe der Untersuchung noch einige weitere Formen beifügen.