Thekamoeben eines Eggegebirgsmoores und zweier Moore im Hohen Venn

Jung W.

1936 · Annales de Protistologie · 5: 83-123

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Abstract

Trotz der verhältnismässig umfangreichen Literatur ist wenig über die Biologie der Thekamöben bekannt. Daher ist es vorläufig unmöglich, für verschiedene Fragen der Biozönoseforschung genaue Vergleichsdaten zu finden. Das hängt teilweise mit der heute noch durchaus unsicheren Systematik und ihren manchmal völlig unbrauchbaren Angaben zusammen. Die von vielen Autoren, so SCHOENICHEN (1927) übernommene Bestimmungstabelle PENARDS (1902) stützt sich auf die Beschaffenheit der Pseudopodien als Unterscheidungsmerkmal und ist daher praktisch wenig brauchbar. DEFLANDRES Monographien über Arcella (1928) und über Centropyxis (1929) zeigen an Hand umfangreichen statistischen Materials, dass die Schale der Rhizopoden sehr wohl zur Bestimmung herangezogen werden kann. Im einzelnen werden freilich eine Unzahl von Freilandbeobachtungen und Kulturversuchen den Nachweis erbringen müssen, ob DEFLANDRES mit ungeheurem Fleiss aufgebaute Systematik überall das richtige getroffen hat. Der französische Spezialist weist selbst auf die « imperfection de nos connaissances sur la variabilité relative des espèces » hin und die Frage des Generationswechsels, die vorläufig nur eine reine Hypothese ist (1928, p. 200). An dieser Stelle sei mir nur kurz ein Hinweis auf die Wichtigkeit von Experimenten, die den Lebenszyklus aufzuklären haben, gestattet : In der Centropyxis-Bearbeitung (1929) hat DEFLANDRE die beiden Subgenera Centropyxis und Cyclopyxis unterschieden. VAN OYE (1932) möchte sie als selbständige Gattungen gewertet wissen. Nun hat SCHAUDINN (1903) den « echten Generationswechsel » bei Centropyxis aculeata STEIN erbringen.