Zur Kenntnis der Testaceenfauna der slowakischen Reisfelder
DOI: 10.1007/bf00142249 Publisher page
Abstract
Vor einigen Jahren übergab mir Kollege Prom. Biol. M. VRANOVSKÝ einige ursprünglich für Zooplanktonanalysen bestimmte auf Reisfeldern gesammelte Proben, welche eine Menge von Testaceen enthielten. Die Proben wurden im Juli und August 1956 an 6 Lokalitäten gesammelt. Nach den Angaben von M. VRANOVSKÝ betrug die Tiefe des Wassers auf den Reisfeldern etwa 20–30 cm, die Temperatur des Wassers 20–23 °C. Die Proben wurden mit Hilfe eines Planktonnetzes aus Müllergaze gesammelt. Die Testaceenfauna der Reisfelder war verhältnismässig arm. Ich habe insgesamt 29 Arten und Varietäten festgestellt. Die geringe Anzahl der Arten kann dadurch erklärt werden, dass das Material grösstenteils von dem auf den Reispflanzen haftenden Aufwuchs, bzw. von anderer Makrovegetation stammt, von welcher die Organismen durch das Netz mitgerissen wurden. Die Maschen des Netzes verstopften sich durch Detritus, so dass im Planktonnetz auch solche Organismen, welche normalerweise durch das Netz gegangen wären, zurückgehalten wurden. Nur in geringem Masse konnten auch Organismen von der Oberfläche des durch die Bewegung des Netzes aufgewirbelten Schlammes in die Proben gelangen. Auch der Umstand, dass Reisfelder nach einer vorhergehenden Trockenperiode mit Wasser überflutet wurden, mag zu der verhältnismässig geringen Mannigfaltigkeit der Testaceenfauna beigetragen haben.